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IG Metall Stuttgart

IG Metall Verwaltungsstelle Stuttgart

IG Metall

"Geraubte Kinder - vergessene Opfer"

Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

28.11.2017 Ausstellung des DGB-Stadtverbands Stuttgart und der VVN-BdA vom 21. Dezember 2017 bis 24. Januar 2018 im Willi-Bleicher-Haus in Stuttgart.

Ausstellung "Geraubte Kinder - vergessene Opfer"
Erinnerung an ein weitgehend unbekanntes Kriegsverbrechen: Die Nazis raubten zehntausende Kinder aus Europa.

Während des 2. Weltkrieges raubten die Nazis in Polen und anderen besetzten Gebieten 50.000 bis 200.000 Kinder, die dem Menschenbild der Nazis entsprachen: blond, blauäugig: arisch. Sie galten als "gewünschter" Bevölkerungszuwachs. Die Kinder wurden auf offener Straße entführt oder kamen aus Lagern, waren Waisen, deren Eltern im Widerstand erschossen worden waren.
Der Verein SS Lebensborn e. V. sorgte für ihre "Eindeutschung", ihre "Germanisierung". Mit einer Art Gehirnwäsche wurde den geraubten Kindern in "Assimilierungsheimen" die eigene Identität genommen und die Erinnerung an die eigene Herkunft "ausgelöscht". Danach wurden sie in regimetreue Familien vermittelt. Die deutschen Jugendämter wirkten bei der Verschleierung des Menschenraubes mit, so dass viele Kinder nach dem Krieg nicht in ihre Heimat zurückgebracht werden konnten. Die leiblichen Eltern und die ausländischen Behörden mussten gegenüber den deutschen Behörden nachweisen, dass die Kinder entführt und geraubt worden waren. Dies war bei vielen Kindern unmöglich, da die Geburtsdaten und die Namen der Kinder durch den SS Lebensborn e. V. geändert worden waren. Nach dem Krieg fanden nur wenige dieser Kinder ihre
Eltern wieder. Bis heute verweigert die Bundesregierung den "geraubten Kindern" die Anerkennung als Opfer und damit auch eine finanzielle Entschädigung. Das Finanzministerium lässt verlautbaren, dass es sich hier um ein "Kriegsfolgenschicksal" handelt. Daher sieht der Gesetzgeber keine Entschädigung für die Opfer des staatlich organisierten Kinderraubs vor.

Ausstellung des DGB-Stadtverbands Stuttgart und der VVN-BdA vom 21. Dezember 2017 bis 24. Januar 2018 im Willy-Bleicher-Haus in der Willi-Bleicher-Str. 20 in Stuttgart.

Anhang:

Ausstellungsinformation

Ausstellungsinformation

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Letzte Änderung: 29.11.2017

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